Zwar ist der Roman fiktiv, jedoch besitzen die Namen der einzelnen Protagonisten immer und teilweise sogar eine besondere Bedeutung.

Nothing But A Man | Michael Roemer | with Abbey Lincoln («Josie») & Ivan Dixon («Duff»)

So ist der Name Michael «Duff» Anderson eine Hommage an einen der besten Filme des 20. Jahrhunderts – Nothing But A Man – des 1939 im Alter von elf Jahren aus Deutschland geflüchteten Berliners Michael Roemer. In seinem Film aus dem Jahr 1964 wird die Liebesgeschichte von Josie (gespielt von der Jazzsängerin Abbey Lincoln) und Duff Anderson (gespielt von Ivan Dixon) sowie dessen Kampf um eine würdevolle Behandlung als schwarzer Mann im Alabama der 1960er Jahre so eindrucksvoll dargestellt, dass Roemers Film bis heute als einer der besten schwarzen Filme aller Zeiten gilt. Oft wird vermutet, dass Roemers eigene Flucht vor dem Holocaust maßgeblichen Einfluss auf seine gefühlvolle Umsetzung des Themas hatte.

Im Roman findet Roemers Film in Mike und seiner Frau Josie mit ihren beiden Kindern Abbey und Ivan sowie Mikes Konfrontation mit seiner eigenen Vergangenheit eine literarisch freie Fortsetzung, in der – wie auch an anderer Stelle im Roman – u.a. die Verantwortung von Vätern thematisiert wird.

„Du bist ein Mann, Michael“, hatte Josie nach der Geburt ihrer Tochter zu ihm gesagt. Immer, wenn ihr etwas wirklich wichtig war, nannte sie ihn Michael. Ansonsten war er Mike, und wenn sie mit ihm scherzte manchmal auch Duff; sein Spitzname aus dem Militär. „Aber du bist auch ein schwarzer Mann. Und deshalb wird es dir nicht leichtgemacht, ein Mann zu sein.“ Dann hatte sie gelacht. Mike konnte noch immer ihre weißen Zähne sehen. „Ich hoffe, niemand hat dir versprochen, dass es einfach wird. Das wird es nämlich nicht … Aber wir lieben dich, Michael Anderson.“

Michael Roemer | Berlin, 01. Januar 1928