Ein zwölfjähriges Mädchen stürzt von einer Brücke auf Eisenbahngleise. Kurz darauf verschwindet ein Neonazi spurlos. Beide Taten können nicht aufgeklärt werden. Zehn Jahre später, Anfang der 2000er Jahre, trifft die 24-jährige Berlinerin Ami auf den sechs Jahre älteren Issa. Doch vor der Person, in die er sich rasant verliebt, war sie immer davongelaufen …

«Issa fragte nach Meersalz, schlug die Beine übereinander, zog an der Zigarette, blätterte weiter zum Wirtschaftsteil, blies den Rauch aus und spürte das angenehme Gefühl dazuzugehören. Wozu? Das war in knappen Worten nicht zusammenzufassen, wie eigentlich alles, was mit ihm zu tun hatte. Egal! Issa drückte die Zigarette aus. Es waren kurze Momente zwischen langen Pausen. Er schätzte diese Momente dennoch … und deshalb. Als Issa in sein Butterbrötchen biss, betrat Ami das Café. Natürlich; nur an einem solchen Tag konnten diese Dinge geschehen. (…) Dunkelbraune lange lockige Haare, dunkelbraune Augen, schöne Bewegungen und groß … Sie hatte ihm von der ersten Sekunde an den Atem geraubt, und Issa wurde klar, dass er heute etwas tun musste.»

«Verbotenes Land» ist ein schwarzer deutscher Roman – sprachlich intensiv und emotional packend bis zum letzten Satz –, der die Leser mitnimmt in das Leben von Protagonisten, deren Geschichten und Perspektiven in der deutschen Literatur neu sind.

aus einem Leserkommentar vom 07.03.2019

„Immer wieder mal funkeln besondere Bücher mich an, stechen aus der Masse „gewöhnlicher“ Belletristik heraus. „Verbotenes Land“ ist eines davon. (…) Das Ungewöhnlichste an dem Roman ist die Tatsache, dass die Charaktere durchweg Farbige sind, die hier in Deutschland leben und sich immer wieder Hass und Skepsis der Weißen gegenüber sehen. Ohne jede Spur von Kitsch und Klischee skizziert der Autor sein kleines Meisterwerk, das an Brisanz kaum zu überbieten ist. Die Thematik wird wohl immer aktuell bleiben. (…) Das Buch wäre meiner Meinung nach sehr gut als Schulliteratur für höhere Klassen geeignet und sollte wesentlich mehr Beachtung allgemein erfahren. Vielleicht bei Fachmagazinen wie dem Spiegel!? (…) Auch wenn die Thematik eine grundsätzlich andere ist, als das, was ich sonst so lese, hat mir das Buch außerordentlich gut gefallen. Da ich gezwungen war, aus der Sicht einer anderen Ethnie zu lesen, mich in diese Menschen hinein zu versetzen, bekam ich selbst ganz neue Einblicke, die mir vorher verborgen waren. Ein Buch, das um mehr Akzeptanz und freundliches Miteinander wirbt, denn am Ende sind wir, egal welche Rasse und Herkunft, alles gewöhnliche Menschen aus Fleisch und Blut mit Wünschen, Zielen und Hoffnungen. Vor allem aber mit Gefühlen. (…) Fazit: 5/5. Ein kleines Meisterwerk, das viel mehr Beachtung verdient.“

aus der Rezension von Winfried Brumma (22.10.2018, Pressenet)

„Die Geschichte des 30-jährigen Jurastudenten Issa ist unwiderstehlich authentisch und spannend. Die Menschen, die dem Leser im Buch begegnen, sind in ein Gewebe verstrickt, das für Spannung und Überraschung sorgt. (…) Eichlers Erzählsprache ist anrührend, weil sie poetisch, aber nicht schnörkelig ist. Manchmal sachlich wie die Häuserfronten in diesem Land, das sich noch immer nicht seiner Bedeutung für alle Menschen, die in ihm leben, bewusst ist. Und manchmal so emotional und sogar versöhnlich wie die zum ersten Mal gefühlte wahre Liebe. (…) Es gibt mehr Geschichten um die Liebe in diesem Buch, aber es geht auch um den Tod. Oder vielmehr um das Sterben, und um Schuld. (…) Ein sehr empfehlenswerter Roman …“

aus einem Leserkommentar vom 31.05.2018

„Das Buch hat gut getan und weh getan. (…) Ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. (…) Trotz der intensiven, sehr emotionalen Handlungsstränge liest sich das Buch sehr flüssig. Der Schreibstil ist intelligent und sehr mitreißend. (…) Ich musste lange über gelesene Abschnitte nachdenken. Die geschichtlichen Bezüge und Hinweise sind sehr interessant und bereichernd. (…) Ein absolutes MUST-READ!!!“

aus einem Leserkommentar vom 20.05.2018

„Von Anfang bis Ende Hochspannung. (…) Das ganze liest sich wie ein Krimi, weil im Hintergrund ein Verbrechen und dessen langsame Aufklärung den roten Faden liefert. (…) Ein wichtiges und äußerst spannend geschriebenes Buch für die heutige Zeit“